Wer kennt es nicht? Nach einer längeren Gaming-Session beginnt man zu grübeln. Warum renne ich immer und immer wieder durch diese Gänge und mähe die gleichen Monsterhorden nieder? Für ein Item, welches mir hilft die gleichen Monsterhorden noch schneller zu töten? Was bringt es mir? Und: Macht sowas überhaupt noch Spaß?

Den Spielspaß und die Langzeitmotivation am Leben zu halten, ist eine der größten Künste des modernen Game Designs. Spieler wollen herausgefordert, angetrieben und vor allem belohnt werden für ihre Zeit, für ihre Mühen und die Arbeit, die sie in ein Spiel investieren. Wenn sie diese Genugtuung nicht bekommen, legen sie den Controller zur Seite oder widmen sich einem anderen Spiel. Immerhin ist das Angebot gewaltig und die Auswahl nahezu unerschöpflich. Wie bindet man also Spieler langfristig an sein Spiel?

Der Wettbewerb untereinander

In den vergangenen Jahren sind nahezu alle Unternehmen auf den „online“-Zug aufgesprungen. Kaum ein Spiel besitzt heute keine Funktionalität, die Spieler mit der weltweiten Welt des Internets verbindet. Dort können Gamer gegeneinander oder miteinander kämpfen und sich und ihre Errungenschaften mit anderen vergleichen. Immerhin motiviert der Neid oder das Lob anderer Spieler ungemein. Durch diesen ständigen Wettkampf wird das Gefühl in den Spielern geweckt, dass sie nun doch noch diese zwei Stunden am Abend für einen Raid oder ein paar schnelle Partien opfern müssen. Einfach, um nicht abgehängt zu werden. Ein Erfolgsrezept, welches auch Blizzards World of Warcraft auch nach vielen Jahren zu einem der beliebtesten Spiele überhaupt macht.

Loot-und SKill-Spirale

Eine andere, aber nicht weniger erfolgreiche, Methode ist das Belohnen von Spielern über Level und Ausrüstungsgegenstände, welche ihnen Vorteile im Spiel verschaffen. Dieser Trend hat vor allem bei Shootern Einzug gehalten. Egal ob auf den Schlachtfeldern von Battlefield oder im Häuserkampf von Call of Duty, es wird gelevelt was das Zeug hält. Gutes Game Design ist hier also auch das Ansprechen von Emotionen. In diesem Fall: Ehrgeiz.